Unterwegs im Muldental
Eine Radtour im Juli 2019 -
Auf Storchis Spuren / Muldewehr Kollau von 3 Seiten
Thallwitz - Wasewitz - Canitz - Püchau - Muldewehr - Groitzsch - Wedelwitz - Eilenburg - Muldewehr - Eilenburg - Muldewehr - Kollau - Thallwitz
Gesamtstrecke: 32,1 km
Sonnabendmorgen, schönes Wetter - also ab aufs Rad. Geplant hatte ich nichts Konkretes, nur irgendwie in Canitz über die Mulde und dann westwärts sollte es gehen. Schon in Canitz gab es die erste Begegnung mit Storchis Kollegen.
Storchi war auch in diesem Sommer wieder zu Gast bei uns. Am frühen Morgen ließ er sich regelmäßig auf einem der Schonsteine unseres Hauses nieder. Dort oben begrüßte er den Tag und auch uns mit einem Klapperkonzert. Auch am späten Nachmittag oder abends wiederholte sich das Ganze.
Nach kurzer Beobachtung des Treibens auf dem alten Schornstein schulterte ich mein Rad und stieg die stählerne Treppe zur Brücke hinauf. Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf die Landschaft links und rechts der Mulde.



Auf der anderen Seite die Treppe hinunter und weiter ging es auf einem schmalen Wiesenpfad bis zum Muldedamm und dann auf gepflasterten Wegspuren weiter bis kurz vor Püchau. So manch bizarres Gewächs säumte den Wegesrand.



Kurz vor Püchau gab es dann auf einem abgestorbenen Baum zahlreiche Kollegen aus Storchis Zunft zu bewundern. Weiter nördlich tummelten sich weitere Störche auf den Wiesen in der Püchauer Muldenaue.



Der Feldweg bis zum Muldedamm war noch gut fahrbar, der weitere Weg bis zum aufgestauten Lindelbach bei Groitzsch erforderte dann schon mehr Können. Manchmal ging es einfach nur am Feldrain entlang.



Am rechten Ufer des Lindelbaches gibt es einen Wiesenweg, der bis zum Abzweig des Eilenburger Mühlgrabens am Kollauer Wehr führt.



Von hier aus sieht das Kollauer Wehr eher unspektakulär aus. Der Mühlgraben, welcher sich von hier aus durch die Eilenburger Muldenauen schlängelt, bietet Natur pur.



Zurück nach Süden, dann über den Damm am Lindelbach und hinauf nach Groitzsch - das war der weitere Weg.



Über einen kleinen Umweg, um die Fahrt auf der Bundesstraße zu vermeiden, wird Wedelwitz erreicht. Zwischen der B87 und der Bahnstrecke Leipzig - Eilenburg gibt es dann einen Radweg. Nach Überquerung des Mühlgrabens verlässt man diesen und weiter geht es südwärts am Gartenlokal Drossel vorbei in Richtung Muldewehr. Immer wieder gibt es Sicht auf den Eilenburger Mühlgraben und die typische Auenlandschaft der Mulde.



Nach einem reichlichen Kilometer ist dann die westliche Seite des Muldewehrs mit dem Abzweig des Mühlgrabens erreicht. Kurze Zeit vorher stand ich am anderen Ufer des Mühlgrabens.



Die Gegend bietet viel Natur und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Eilenburger. Wasserwanderer müssen ihre Boote um das Wehr herum tragen.



Über einen Feldweg geht es dann nordwärts bis zur Umgehungsstraße, unter dieser und der Bahnstrecke hindurch bis zur Muldebrücke. Kurz dahinter zweigt der Muldentalradweg nach rechts ab. Über die Kastanienallee und wieder unter Bahnstrecke und B87 hindurch führt der Weg weiter bis zur Brücke über die Lossa, welche ganz in der Nähe in die Mulde mündet. Kurz danach verlässt man den Radweg nach rechts und fährt am Muldeufer entlang über einen Feldweg weiter. Der Zustand dieses Weges zwingt zu umsichtiger Fahrweise.



Knapp zwei Kilometer weiter durch die wunderbare Auenlandschaft war die dritte Seite des Kollauer Wehres erreicht.



Vom Wehr aus fuhr ich über einen Feldweg in das kleine Dörfchen Kollau, welches direkt am Ufer der Mulde liegt und von hier aus zurück nach Thallwitz.
Hier erwartete mich das Kontrastprogramm des Tages: das völlig ausgetrocknete Bachbett der Lossa.
Das Muldewehr Kollau - der Bobritzer Damm
Bereits im Mittelalter wurde an dieser Stelle mit dem Bobritzer Damm die Wasserführung der Mulde reguliert und über den Mühlgraben der Betrieb der Eilenburger Mühlen abgesichert. In den Jahren 1926 bis 1928 wurde an Stelle der alten Wehranlage eine Betonkonstruktion errichtet. Von Juni 1998 bis Oktober 1999 erfolgte die Instandsetzung der mittlerweile sanierungsbedürftigen Anlage.
