Bei Jocketa im Vogtland entstand beim Bau der Eisenbahnstrecke Leipzig-Hof nur wenige Kilometer von der Göltzschtalbrücke entfernt die zweite Ziegelsteinbrücke. Diese führt über das Tal der Weißen Elster und die Strecke der Elstertalbahn. Die 68 m hohe Brücke gilt nach der Göltzschtalbrücke als zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Gebaut wurde die Brücke zwischen 1846 und 1851. Rund 12,3 Millionen Ziegelsteine wurde auf 279 m verbaut. Die größte Spannweite eines Bogens beträgt 31,1 m. Im Gegensatz zur Göltschtalbrücke wurden hier nur zwei Etagen errichtet. Entwurf und Bauleitung lagen in den gleichen Händen - Professor Johann Andreas Schubert und Oberingenieur Robert Wilke.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke am 16. April 1945 von der deutschen Wehrmacht gesprengt. Der vollständige Wiederaufbau konnte im Oktober 1950 abgeschlossen werden. 2012 wurde die zweigleisige Strecke über die Brücke elektrifiziert und ist heute Teil der Sachsen-Franken-Magistrale.
Nahe der Brücke befindet sich der Haltepunkt Barthmühle der Elstertalbahn. Von hier aus führen Wanderwege durch das Elstertal und ermöglichen die Erkundung der Elstertalbrücke. Über die untere Bogenetage der Brücke kann man als Wanderer von einer Seite des Elstertales auf die andere gelangen.

Elstertalbrücke bei Jocketa

Elstertalbrücke bei Jocketa